Mikroskopische Färbemethoden                  Zoologie

Methylblau-Eosin-Färbung nach Mann
Benötigte Chemikalien :
Methylblau (C.I.42780), Eosin G (C.I.45380), abs. Ethanol, Natronlauge 30%ig, Eisessig, Isopropanol 100%, Xylol

Das zur Anwendung kommende Methylblau muß in abs. Ethanol völlig unlöslich sein.

Bemerkung :
Sehr gut geeignet für Übersichtspräparate wie auch für die Darstellung feinerer Zellstrukturen (Chromatin, Nucleolus, Sekretkörnchen, Cytoplasma..) nach Fixierung in Sublimat-, Pikrinsäure- oder Alkoholgemischen.

Literatur :  
MT48 728, MT68 723

    Arbeitsablauf :
  1. Schnitte entparaffinieren und in Aqua dest. bringen.
  2. Methylblau-Eosin-Lösung    24 Std.
  3. Abspülen in Aqua dest.    20-30 Sek.
  4. Entwässern in abs. Isopropanol
    Die Schnitte sehen jetzt blau aus
  5. Differenzieren in alkalischem Ethanol bis die Schnitte makroskopisch betrachtet rot geworden sind.
    (unter Umständen in 5-10 Min und länger)
  6. Auswaschen in abs. Isopropanol bis die Natronlauge völlig entfernt ist.
  7. Einstellen der Schnitte in angesäuertes Wasser    2-3 Min.
    In den Schnitten kommt jetzt bei mikroskopischer Betrachtung die blaue Kernfärbung wieder zum Vorschein. Wird das Präparat zu stark blau, so bringt man es in den alkalischen Ethanol zurück und differenziert weiter.
  8. Entwässern in abs. Isopropanol
  9. Xylol, Einschlußharz
Ergebnis :
Kernchromatin tiefblau, Nucleolus rot, Cytoplasma violett, Sekretkörnchen in rotem und blauem Farbton, acido- und basophile Granulationen treten scharf hervor, Kolloid violett, Erythrocyten leuchtend rot, Muskulatur und Bindegewebe zart rosa.

Anmerkung :
Wenn der rote Farbton im fertigen Präparat nicht genügend zum Vorschein kommt, sondern vom Blau überdeckt ist, so wurde gewöhnlich nicht genügend im alkalischen Ethanol differenziert. Eine genaue Zeitdauer kann nicht angegeben werden, da diese je nach Objekt und Fixierung verschieden ist.
© by Armin Eisner