Mikroskopische Färbemethoden                  Zoologie

Trichrom nach Crossmon
Benötigte Chemikalien :
Hämalaun (nach Harris oder Mayer ) oder Eisenhämatoxylin nach Weigert  , Anilinblau w.s. (C.I.42755) oder Lichtgrün SF (C.I.42095), Säurefuchsin (C.I.42685), Orange G (C.I.16230), Thymol, Molybdatophosphorsäure oder Wolframatophosphorsäure, abs. Isopropanol, Eisessig

Bemerkung :

Literatur :  
MT68 1536, MT89 S.502

    Arbeitsablauf :
  1. Paraffinschnitte über Xylol und die Alkoholreihe in Aqua dest. bringen.
  2. Überfärben der Kerne mit saurem Hämalaun (nach Harris oder Mayer) oder mit Weigerts Eisenhämatoxylin.
  3. Auswaschen in Leitungswasser (Bläuen)    10 Min.
  4. Säurefuchsin-Orange-Gemisch    1 Min.
    Wenn sich die Schnitte schon nach 1 Min. sehr stark überfärben, so daß das anschließende Differenzieren in Phosphorwolfram- oder Phosphormolybdänsäure viel Zeit erfordert, verdünnt man die Säurefuchsin-Orange-Mischung mit Aqua dest.
  5. Gut abspülen in Aqua dest.
  6. Differenzieren in 1%iger Phosphorwolfram- oder Phosphormolybdänsäure, bis das kollagene Bindegewebe vollständig entfärbt ist (sehr wichtig!).
    Man kontrolliert den Vorgang zweckmäßig an der Gefäßadventitia
  7. Kurz in Aqua dest. abspülen.
  8. Gegenfärbung in Lichtgrün- oder Anilinblaulösung    5 Min.
    Lichtgrün färbt durchsichtiger als Anilinblau, man kann mit ihm daher auch noch dickere Schnitte sehr gut färben.
  9. Kurz in Aqua dest. abspülen.
  10. Differenzieren in 1%iger Essigsäure, bis der Überschuß von Anilinblau bzw. Lichtgrün von allen nicht bindegewebigen Strukturen entfernt ist und diese in reinen roten Farbtönen hervortreten.    ca. 1-5 Min.
    Auch für diese Differenzierung gilt das unter Punkt 6. erwähnte, Mißerfolge beruhen meist auf Nichtbeachtung dieser beiden Punkte
  11. Kurz in Aqua dest. abspülen.
  12. Direktes Übertragen in abs. Isopropanol (3 Portionen)
  13. Xylol, Harzeinschluß.
Ergebnis :
Kerne schwarzbraun, Cytoplasma und Muskelgewebe rot, Erythrocyten orange, Bindegewebe grün bzw. blau
Die Orangefärbung der Erythrocyten tritt am schönsten nach Zenker- oder Hellyfixierung hervor